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Rosa blühende Rhododendren im Khumbu

Beste Reisezeit für den Sagarmatha-Nationalpark

Zwei große Saisons, zwei ruhige — und gute Gründe, jede in Betracht zu ziehen.

Das Jahr im Khumbu wird vom Monsun bestimmt. Von Juni bis Anfang September bringt feuchte Luft aus dem Golf von Bengalen Wolken und Regen; ab Oktober klart der Himmel auf und bleibt bis zum folgenden Frühjahr weitgehend klar, wenn auch kalt. Daraus ergeben sich zwei Hauptsaisons — Herbst (Ende September bis November) und Frühjahr (März bis Mai) — mit einem kalten, hellen Winter und einem grünen, wolkigen Sommer dazwischen.

Monat für Monat

MonateWetterAndrangHöhepunkteAchtung
März – AprilMilde Tage, kalte Nächte; nachmittags dunstigerViel BetriebRhododendren im unteren Park; Expeditionen treffen einSpäter Schnee auf den Pässen
MaiWärmster Monat; vor dem Monsun ziehen Wolken aufAnfangs viel Betrieb, später ruhigerGipfelsaison am Everest; Blumen weiter oben; Mani Rimdu in ThameSchauer am Nachmittag; Dunst
Juni – Anfang SeptemberMonsun: Regen, Wolken, milde TemperaturenSehr ruhigWildblumen, grüne Täler, Dumje-FestFlugausfälle, Blutegel weiter unten, verhüllte Aussicht
Ende September – OktoberAufklarender Himmel, stabil, kühlAm meisten Betrieb im JahrDie schärfsten BergblickeVolle Lodges und Flüge
NovemberKlar, trocken, kälterViel Betrieb, dann abnehmendMani Rimdu in Tengboche (in manchen Jahren Ende Oktober)Strenger Frost über 4.000 m
Dezember – FebruarSehr kalt, meist klar; gelegentlich starker SchneefallRuhigLeere Wege, kristallklare Luft, LosarGesperrte Pässe, geschlossene Lodges weiter oben

Herbst: Ende September bis November

Nach dem Monsun ist die Luft reingewaschen, und die Aussicht ist am besten. Die Tage in Namche sind angenehm kühl, die Nächte fallen oberhalb von etwa 4.000 m unter den Gefrierpunkt, und das Wetter ist das stabilste des Jahres. Der Oktober ist der Monat mit dem meisten Betrieb: Lodges, Wege und Lukla-Flüge sind voll, buche also im Voraus. Ab Mitte November werden es weniger Menschen, und das Licht wird golden — viele Kenner halten das für die schönste Zeit überhaupt, wenn du einen warmen Schlafsack hast.

Der Herbst ist auch Festsaison. Mani Rimdu in Tengboche fällt meist auf Ende Oktober oder November.

Frühjahr: März bis Mai

Das Frühjahr ist wärmer und weicher. Die Rhododendronwälder zwischen Phakding und Tengboche blühen von Ende März bis in den Mai, die Vögel brüten, und ab April ziehen die Expeditionsteams für Everest und Lhotse das Tal hinauf — das Base Camp ist Ende April eine Zeltstadt, und die meisten Gipfelerfolge fallen in die zweite Maihälfte. Der Himmel ist etwas dunstiger als im Herbst, und nachmittags ziehen oft Wolken auf; brich also früh auf. Später Winterschnee kann sich auf den Drei Pässen bis in den April halten.

Winter: Dezember bis Februar

Wintertage sind oft strahlend klar, und einen berühmten Aussichtspunkt hast du vielleicht für dich allein. Der Preis ist die Kälte: −10 °C in der Nacht sind in Namche normal, in Gokyo oder Gorak Shep −20 °C oder weniger. Manche Lodges über 4.000 m schließen, Wasserleitungen frieren ein, und die hohen Pässe sind häufig durch Schnee blockiert. Der untere Park — Namche, Khumjung, Thame, Tengboche — ist für gut ausgerüstete Wanderer absolut machbar und sehr schön.

Monsun: Juni bis Anfang September

Der Khumbu liegt teilweise im Regenschatten und bekommt weniger Regen als das Hügelland weiter südlich, doch der Sommer ist trotzdem wolkig und nass, und die Gipfel sind tagelang verhüllt. Lukla-Flüge fallen oft aus, die Wege sind schlammig, und in den Wäldern unterhalb von Namche gibt es Blutegel. Dafür sind die Täler intensiv grün, die Alpenblumen auf ihrem Höhepunkt, die Lodges leer, und das Dorfleben geht unbeobachtet weiter — in dieser Zeit wird Dumje gefeiert. Für Botaniker, Wolkenfotografen und Menschen, die kein Gedränge mögen, hat das echten Reiz; plane reichlich Reservetage ein.

Typische Temperaturen

  • Namche Bazaar (3.440 m): Tageshöchstwerte um 10–16 °C im Frühjahr und Herbst, nachts etwa −5 bis 3 °C; im Januar Höchstwerte nahe 5–7 °C und Nächte um −8 °C oder kälter.
  • Gokyo oder Gorak Shep (etwa 4.800–5.150 m): tagsüber etwa 0–8 °C in den Hauptsaisons, nachts −10 bis −15 °C; im Winter viel kälter.
  • Der Windchill auf Graten und Pässen kann es weit kälter wirken lassen, als das Thermometer anzeigt.

Das sind nur Richtwerte; das Bergwetter schwankt von Jahr zu Jahr stark.

Festkalender

  • Februar / Anfang März: Losar, das Neujahr der Sherpa und Tibeter.
  • Mai: Mani Rimdu in Thame; Saga Dawa (Mai oder Juni).
  • 29. Mai: Everest Day zur Erinnerung an die Erstbesteigung 1953, mit Veranstaltungen in Namche und Kathmandu und einem Marathon ab dem Base Camp.
  • Juni / Anfang Juli: Dumje in den Dörfern.
  • August: Pilgerfahrt zu den Gokyo-Seen an Janai Purnima.
  • Ende Oktober / November: Mani Rimdu in Tengboche.

Alle außer dem Everest Day folgen Mondkalendern, die Termine verschieben sich also jedes Jahr.

Welche Saison für welche Reise?

  • Kurze Everest-Panorama-Treks und Dorfbesuche: ganzjährig möglich; am besten Oktober–November und März–Mai.
  • Gokyo und Base Camp: Oktober–November und Ende März–Mai; für Abgehärtete geht auch der Dezember.
  • Drei Pässe: Oktober–November oder Ende April–Mai, wenn die Pässe am ehesten frei von tiefem Schnee sind.
  • Blumen und Vögel: April–Mai für Rhododendren, Juni–August für Alpenblumen.
  • Bergrundflüge und Helikoptertouren: Die Vormittage von Oktober bis April bieten die klarste Luft.
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Gut zu wissen

Reisezeit: häufige Fragen

Welcher ist der beste Monat für den Sagarmatha-Nationalpark?

Oktober und November für die klarste Sicht und das stabilste Wetter; April und Mai für Wärme und Blumen. November und Anfang Dezember sind ideal, wenn du weniger Menschen bevorzugst und mit der Kälte zurechtkommst.

Kann ich im Winter kommen?

Ja, vor allem in den unteren Park bis Tengboche. Rechne mit strenger Kälte in der Nacht, einigen geschlossenen Lodges weiter oben und durch Schnee blockierten Pässen.

Lohnt sich eine Reise im Monsun?

Nur, wenn du flexibel bist. Die Aussicht ist oft verhüllt und die Flüge sind unzuverlässig, aber der Park ist grün, ruhig und voller Blumen.

Wann ist Besteigungssaison am Everest?

Expeditionen sind ab April im Base Camp, und die meisten Gipfelversuche finden in einem kurzen Zeitfenster in der zweiten Maihälfte statt.

Wann sind die Drei Pässe offen?

Meist von Ende März oder April bis Mai und von Ende September bis November, je nach Schneefall. Erkundige dich immer vor Ort, bevor du dich festlegst.